Eine brillante Faschingsshow zauberte der Kakadu Bilfingen zur Feier des Elften im Elften auf die Bühne der Kämpfelbachhalle. Die Besucher zeigten sich begeistert und sparten nicht mit Anerkennung. Noch sind es dort die alten Bretter, die die Welt bedeuten. In genau einem Jahr werden nach der Hallensanierung eine neue Bühne und eine neue Bühnentechnik die närrischen Künstler noch besser ins Licht und ins Blickfeld des begeisterten Publikums setzen.
Traditionell sind die Gardemärsche der drei Prinzengarden zu sehen. Exakte Beinarbeit zu zeigen, das ist die Kunst beim Paradeschritt. „Wenn man das gesehen hat, dann braucht man sich keine Gedanken um den Nachwuchs machen“, kommentierte Achim Lamprecht den Auftritt der Kleinen. Schließlich demonstrierte die große Garde, dass man auf ein „Party-Schlager-Medley“ exzellent marschieren kann. Die scheidende Faschingsprinzessin Mellisa I. (Laub) hatte Tränen in den Augen, als sie zusammen mit ihrem Prinzen Daniel II. (Maier) von Präsidentin Regina Fuchs und Achim Lamprecht verabschiedet wurden. Das Prinzenpaar hatte die vergangene Kampagne „traumhaft“ gemeistert. So sangen es Gardemädels und Elferratsmitglieder. Das neue Prinzenpaar Constanze I. (Klessen) und Philipp I. (Wessinger) wurde im Rahmen einer ideenreichen „Fernsehshow“ von Heike Ohnmacht und Co. präsentiert. Den Angriff auf die Lachmuskeln kommentierten Christine Stepper und Ralf Ohnmacht vom Kuschelsofa aus. Da war James Bond ebenso vertreten wie ein Rock-Event oder die Geschwister Hofmann, Desiree Fuchs und Sabrina Ohnmacht. Lustige Kochsendung „Lecker-Schlafer-Dichter“, eine lustige Kochsendung mit Heike Ohnmacht und Achim Lamprecht, durfte im Fernsehen nicht fehlen. Beim Bilfinger Wetterbericht brachte Heike Ohnmacht alle vier Jahreszeiten an einem Tag auf die Wetterkarte. Die Showtänze der Prinzengarde sind die große Stärke des Narrenvogels Kakadu. „Wonderful Dreams“, ganz in weiß mit Goldbesatz schwebten dabei die Engel der mittleren Prinzengarde eindrucksvoll über die Bühne. Funkenmariechen Saskia Ohnmacht hatte einen Bauernhof auf die Bühne mitgebracht. Da zeigten Schafe, Kühe und Schweinchen nach dem ersten Hahnenschrei in einem fantastischen Arrangement ein heiteres Spektakel. Schließlich verabschiedeten sich die Narren für einen Trip auf hoher See. Mit Fabian Fuchs als Kapitän zeigte die große Prinzengarde als „Matrosen“ nochmals Flagge.
KÄMPFELBACH-BILFINGEN. Die Narren des „Kakadu“ in Hochform und das Publikum in Hochstimmung – so begann in Bilfingen die fünfte Jahreszeit. Letztmals bogen sich die Bretter der Kämpfelbachhalle, die Bühne ist künftig fest.
In zwei Prunksitzungen, jeweils über vier Stunden lang, bogen sich Zwerchfelle und zum letzten Mal bogen sich auch die Bretter der „bewegten Bühne“. Sie soll bei der Sanierung der Kämpfelbachhalle fest werden. Den Bilfinger Kampf um dieses künftige Prunkstück und die Wünsche der Vereine dazu nahmen die „KRUMB – Komm’ ruff un mach’s besser“ exzellent auf die Schippe.
Philipp Huber, Sebastian Konrad, Daniel Maier, Markus Hänsel, Philipp Wessinger und Christopher Konrad waren die Kommunal-Kabarettisten, die den Schultes Kleiner als „Bürgermeister Größer“ zum „Wunscherfüller“ und zum „Wundermann“ werden ließen. Wenn Jutta Kleiner und Andrea Kreichgauer als Putzfrauen Thekla und Theresa ihre Vesperpause live übertragen, dann hört man im Saal viel Dorfklatsch und auch ihre sinnlichen Fantasien.
Schönes und Kritisches über Frauen, Herz und Schmerz erklang aus den Kehlen der „Vier arme Tröpf“. Ralf Wessinger, Andreas Stumpe, André Schuster und Peter Asmuth verzauberten als Tramps mit einer anspruchsvollen Gesangs- und Instrumentalshow, natürlich, wie immer, mit „Mei Bimberle“, ein vom Publikum mit lauten Zurufen geforderte Zugabe.
Als „Skifahrer“ war Frank Hermann von der sächsischen Linie der Bilfinger alleine auf der Piste. Wenn er aus der Bütt auf seinesgleichen traf, dann krachten die Lachmuskeln. Ebenfalls solo war Funkenmariechen Saskia Ohnmacht. Sie brauchte die ganze Bühnenlänge, um ihre tollen Figuren in akrobatischer Präzision vorführen zu können.
„Allein in einer fremden Stadt“ und doch zu zweit waren Désirée Fuchs und Sabrina Ohmacht beim Song „Traum von Amsterdam“. Achim Lamprecht bezeichnete sie als das Traumpaar der Hitparade. Er hatte als Conferencier wieder zu allem und zu jedem seine tollen Sprüche drauf. Präsidentin Regina Fuchs und Michael Fritz war für das Programm verantwortlich. Sie hatten ihre Freude daran, dass alles flugs und planmäßig über die Bühne ging und „sich der Schweiß der Proben“ gelohnt hat.
Das war vor allem auch bei den Tanzpartien zu erkennen. Sie wurden wie immer zu Hinguckern. Die Garden des Prinzenpaares Philipp I. und Constanze I. eröffneten die Prunksitzungen. Zum elften Mal und diesmal nach dem Marsch „Hoch Heidecksburg“ schwang die mittlere Garde ihre Beine, trainiert von Sandra Hemminger. Sie ist seit 22 Jahren Gardetrainerin.
„Hit for kids“ hieß die Marschmelodie der kleinen Garde, die von Gabi Fritz, Daniela Hofferer und Jenny Kaufmann auf Linie getrimmt wurde. Mit einem Party-Schlager-Marschmedley gab die große Prinzengarde, trainiert von Regina Fuchs und Daniela Hofferer, dem Prinzenpaar die Ehre.
Farbenprächtig und fantasievoll choreografiert waren die Tanzshows. Die strammen Kerls von den „Fantastischen Sieben“ verwandelten sich in Karibik-Schönheiten, je älter, je besser. In Skatkartenkostümen zeigte sich die kleine Garde beim Fantasietanz „Alice im Wunderland“.
Ein großes Herz hatte die mittlere Garde, als sie das Thema Liebe galant in Szene setzte. Schließlich ließ die große Garde mit ihren temperamentvollen Cowgirls die alte Bühne von Rocky Tocky noch einmal so richtig knarren.
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